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Projektidee - AQUALLIANCE - Neue Ansätze nachhaltiger Aquakultur
Die Versorgung der Bevölkerung mit Fisch erfolgte bisher überwiegend durch Nutzung natürlicher Bestände – die Grenzen der Abfischbarkeit sind jedoch erreicht bzw. schon überschritten. In zunehmendem Maße wird deshalb Fisch aus kontrollierter Zucht gewonnen.
Die steigende Nachfrage an Fisch als Nahrungsmittel lässt erwarten, dass bis zum Jahr 2030 ca. 50% des Bedarfs aus Aquakultur gedeckt werden müssen. Die Fischproduktion im geschlossenen Kreislauf repräsentiert ein Verfahren, das die Kontrolle der Umweltbedingungen bei sparsamstem Wassereinsatz zulässt. Die Kreislauftechnologie besitzt den Vorteil, dass eine Fischproduktion während der gesamten Wachstumsphase unter kontrollierten Bedingungen ohne negative äußere Umwelteinflüsse ganzjährig in gleichbleibender Qualität frisch und marktnah durchgeführt werden kann. Derartige Anlagen arbeiten vorrangig im höheren Temperaturbereich, sie empfehlen sich damit als ganzjähriger Nutzer von Abwärme. In der Kombination mit Anlagen der Energieerzeugung entstehen Synergieeffekte, die die Wertschöpfung beider Verfahren erhöhen.
Diese Produktionsform hat sich in den zurückliegenden Jahren eher sporadisch entwickelt. Für eine breite und marktwirksame Umsetzung solcher Verfahren bedarf es einer interdisziplinären Zusammenarbeit, um gemeinsam Erfolg versprechende Innovationsfelder zu analysieren und neue wirtschaftliche Potenziale zur erschließen. Benötigt werden branchenübergreifende Formen der Kooperation von Biologen, Technologen, Anlagenproduzenten, der Lebensmittelindustrie und – nicht zuletzt – der anwendungsorientierten Wissenschaft.
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